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Zeus und seine Kinder

un teilte sich Zeus mit seinen Brüdern und Schwestern in die Herrschaft über die Welt. Einige der alten Götter Helios etwa der Sonnenlenker, auch Hekate, Leto, Themis und andere hatten sich nicht gegen Zeus gestellt, waren der Schlacht ferngeblieben und ordneten sich nun den olympischen Göttern unter. Gesittetes Leben regte sich allenthalben. Die Menschen, Geschöpfe des Titanen Prometheus, erkannten die neuen Götter und blickten zu ihnen auf. Aber noch stand Zeus' Reich nicht fest, Gaia, die Erde, stöhnte erneut über die Schmach ihrer gefangenen Kinder, und sie gebar aus den letzten Blutstropfen des Uranos, die sie noch aufgespart hatte, die Giganten. Das waren Riesenwesen mit gebuckelter Stirne, flammenden Blicken und mit Füßen, welche fauchende, giftspeiende Drachen waren. Sie rasten gegen den Olympos an und waren unbesiegbar; denn wenn Zeus' Blitze einen von ihnen hinabschleuderten, gewann dieser, sobald er die Mutter Erde berührte, neue Kraft und stürmte sogleich wieder gen Himmel. Erst als der Held Herakles ein Menschenspross - in die Schlacht eingriff, wendete sich das Los; die lichten Götter obsiegten, sie schlugen die Giganten und begruben die ärgsten von ihnen unter ganzen Inseln oder Stücken von Inseln, welche sie über die Fliehenden schleuderten. Endlich konnten sich Zeus und die Seinen friedlichen Werken zu. wenden und der Welt eine neue, segensreiche Ordnung geben. Der Götterkönig vermählte sich mit Hera, der Hüterin aller Ehen; sie schenkte ihm vier Kinder: Hebe, die Göttin der Jugend und Mundschenkin der Unsterblichen, Eileithyia, die Göttin, die allen Müttern beisteht, sodann Ares, den unversöhnlichen rauen Kriegsgott, und Hephaistos, den kunstreichen Schmied der Götter. Dieser wagte eines Tages bei einem Streit, den der Götterkönig mit Hera hatte, die Mutter in Schutz zu nehmen; da packte ihn Zeus am Fuße und stürzte ihn vom Olympos hinab. Seither war Hephaistos an einem Beine lahm. Auch alle anderen, bisher ungeborenen Götter traten jetzt auf den Plan, Himmel und Erde mit ihrem Wirken bereichernd.

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